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Das wir bei uns den Lamington National Park in der Nähe haben, das wir schon in Binna Burra wandern waren und das wir mal nach O’Reilly’s wollten, war ja schon bekannt.
Das vergangene Wochenende haben wir den letzten Punkt in Angriff genommen. Dies war unser Valentinstaggeschenk. Zwar liegt O’Reilly’s nur 70 km von uns entfernt, aber man benötigt mindestens 1 ½ Stunden bis man dort ankommt. Deshalb buchten wir auch eine Übernachtung. Sonst wäre es auch kein richtiger Ausflug gewesen.

Samstag sind wir schon um 7 Uhr aufgebrochen. O’’Reilly’’s liegt mitten im Nationalpark und es führt auch nur eine Straße dorthin. Die letzten 30 km kann man eigentlich nicht mehr als Straße bezeichnen und zwei Fahrzeuge haben schon nebeneinander gar keinen Platz. Der Weg schlängelt sich bis zum O’’Reilly’’s Plateau und in den Regenwald hoch. Wie hoch das Plateau über null liegt, habe ich noch nicht raus gefunden. Ich weiß nur, die höchsten Kammlagen sind 1165 m hoch. Oben angekommen schmissen wir uns in unsere Wandersachen, kauften uns noch einen Regenanzug und stiefelten los. Die Elabana Wasserfälle sollten bestaunt werden. Dazu muss man aber erst 4 km in den Regenwald hinein und dieser machte seinen Namen natürlich alle Ehre. Auf halber Strecke fing es an wie aus Kübeln zu schütten.

An dieser Stelle mache ich mal einen Wettereinschub. Im Moment regnet es ziemlich viel. Dafür gibt es nicht nur subjektive Beweise. Im Hotel war eine Wetterkarte mit den durchschnittlichen Regenmengen in O’Reilly’s angebracht. Der durchschnittliche Wert für das Jahr liegt bei 1608 mm, für Januar bei 200 mm. Letztes Jahr war mit 1100 mm sehr trocken. Dafür legt sich 2008 mächtig ins Zeug. Mit 800 mm ist schon die Hälfte es langjährigen Durchschnitts nach dem Januar erreicht und der Februar lässt sich auch nicht lumpen.

Zurück zu unserer Wanderung. Im strömenden Regen haben wir die Elabana Wasserfälle erreicht. Dazu mussten wir aber über den Fluss, der etwas mehr Wasser führte als sonst. Dies meisterten wir aber ohne weiteres. Nur bei den Elabana Wasserfälle bin ich von einem Stein abgerutscht und mit dem ganzen Fuß baden gegangen. Aber irgendwie machte das zu diesem Zeitpunkt auch nichts mehr. Mit nassem Fuß ging es weiter zu den Box Log Wasserfällen. Nachdem wir auch diese bestaunt haben, ohne dass ich mit den anderen Fuß auch noch baden gegangen bin, entschlossen wir uns den Forest Trail weiterzuwandern. Da standen zwei weitere Flussüberquerungen an. Die erste kam ich noch drüber, Anja musste aber schon die Schuhe ausziehen. Bei der zweiten war nichts mehr zu machen, mit Schuhen. Also raus aus denselbigen und rüber über den Fluss. Durch den vielen Regen sahen wir auf unsere Wanderung leider nicht sehr viele Tiere. Doch dieser Geselle, ein Spiny Crayfish – ein Krebs, wanderte durch den Wald. Er wandert nur bei Regen, so hatte dieser doch was Gutes.

Wenn man so alleine mitten im Regenwald ist, bei dem schlechten Wetter, da wird es einem schon etwas anders und man merkt wie klein man ist. Auf dem Weg zum Ausgangspunkt musste noch das ein und andere Hindernis überwunden werden, aber gegen 14:30 Uhr, 5 Stunden Wanderung und 16 km Regenwaldwanderung in den Beinen ereichten wir wieder den Ausgangspunkt. Ein kurzer Stopp beim Auto und wir konnten mit neuer Anzugsordnung ins Hotel einchecken. Unser Zimmer verfügte nicht nur über eine herrliche Aussicht, sondern auch über einen Ölradiator und Heizdecken im Bett.

Der wieder einsetzende Regen hielt uns nicht davon ab den Spabereich des Hotels einen Besuch abzustatten. Der Whirlpool hatte es uns richtig angetan. Um diesen in Gang zu setzten musste ein Knopf gedruckt werden, dann hatte man so 5 Minuten Vergnügen. Im strömenden Regen und Badesachen sind wir wieder in unser Zimmer zurück. Zu diesem Zeitpunkt lag die Temperatur unter 19 Grad.

Am Abend dinierten wir in der Bar. Im Restaurant konnte man nur ein Menü buchen. Das war etwas zu umfangreich. Nachdem wir gespeist und Cocktails zu uns genommen hatten sind wir in die Bibliothek und wärmten uns am Kamin. Dieser wird übrigens erst bei einer Außentemperatur von 16 Grad angeschürt. Nur zur Erinnerung, wir befinden uns in Australien und nur 70 km von der Gold Coast entfernt. Jeden Abend werden in O’Reilly’s Dokumentationsfilme im AV Raum gezeigt. Um 20 Uhr fanden wir uns dort ein und sahen die Geschichte eines Flugzeugabsturz, bei den die Überlebenden nach 9 Tagen von einem Mitglied der O’Reilly’s Familie gefunden wurden. Dieser hatte sich extra auf die Suche gemacht, da alle glaubten das Flugzeug sei weiter im Süden abgestürzt.

Nach der Vorführung sind wir wieder in unser Zimmer, machten uns bei eine Flasche Rotwein gemütlich und schliefen auch blad erschöpft ein.

 

 

This entry was posted in 2008.

5 comments on “O’’Reilly’’s – Valentinstagausflug in den Regenwald

  1. Oppermann sagt:

    Blaue Krebse die bei Regen wandern sieht man aber auch nicht alle Tage. Oder habt ihr diesen so angemalt? 🙂

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  2. Matthias sagt:

    Nein der Krebs war eigentlich schon rot nach dem Kochen, als Jörg den in sein blaues Mäntelchen gesteckt hat, mit dem Ziel das Tier umzufärben um uns zu erzählen, das mitten im Urwald blaue Meeresbewohner rumkriechen.

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  3. Matthias sagt:

    Übrigens liegt O`Reileys`Plateau auf ca 720 Meter falls die Leute bei Google Earth das Foto nicht wieder falsch platziert haben. Aber dieser Nationalpark ist echt riesig und wunderschön, wenn man die Foto´s bei Google Earth und Eure so anschaut. Sollten wir es mal bis zu Euch schaffen, bist Du als Guide gebucht und das der erste Ausflug.

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  4. nerang sagt:

    Also zum Krebs. Diese leben in den Regenwaelder. Als das Klima waermer wurde mussten sich dies Tiere in die kuehleren Hoehenlagen zurueckziehen. Abgetrennt voneiander entwickelten sich verschiedene Arten einer Familie. Der Lamington Spiny Crayfish wurde halt blau. Die Farbe kommt davon, dass er sich blauaergert, weil er nicht an die Gold Coast zum Surfen, Shoppen und in die Themenparks kommt.
    Man kann sie aber nur nach heftigen Regen oder wenn es gerade regnet rumlaufen sehen. Ansonsten halten sie sich in den Fluessen auf.

    Ich schaetze das Plateau auf etwa 800 m. War ich ja gar nicht so weit weg.

    Ja, der Nationalpark ist riesig und man kann da noch viele andere Touren machen. Und es ist nur einer von vielen Nationalparks hier in Australien. Jetzt kann man auch verstehen, warum uns die Wochenenden ausgehen.

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