search instagram arrow-down

Aktuelle Beiträge

Archiv

Kategorien

Der Frühling steht vor der Tür, wobei man bei den derzeitigen Temperaturen über 30 Grad eigentlich vermutet im Hochsommer zu sein, und da werden wir auch wieder aktiver. Deshalb sind wir am vergangenen Wochenende in den Süden gefahren. Dies bedeutet auf der Südhalbkugel, es wird kälter. Uns Ziel war das 400 km entfernte Bellingen, weil da eine große Fledermauskolonie ist, die es auch schon auf das Titelblatt vom Australian Geographic geschafft hat. In der Gegend waren auch ein paar Nationalparks, wodurch man gleich mehr zu sehen hatte. Samstag früh um 5 Uhr mussten wir dann aufstehen, es ging wie schon erwähnt Richtung Süden nach Bellingen.

Erster Stopp war in Ballina. Dort waren wir zwar erst vor kurzen, haben aber die Hauptattraktion verpasst, den „Big Prawn“. Zu den Bigs muss man sagen, die sind im ganzen Land verteilt, meistens in Orten wo es nichts zu sehen gibt, um Touristen anzulocken. So standen wir dann vorm „Big Prawn“ und bestaunten ihn.

Zweiter Stopp dann in Coffs Harbour, um die „Big Banana“ zu bestaunen. Somit haben wir gleich zwei Bigs mit einer Tour abgehackt. Dritter Stopp war dann in Bellingen am Informationszentrum, um sich eine Wanderkarte abzuholen. Bellingen hat gerade einmal 2400 Einwohner, aber darauf komme ich später zurück. Da die Nationalparks in Dorrigo sind und nicht in Bellingen setzen wir unsere Reise fort. Auf der Fahrt musste man sich auf 1 km über NN hocharbeiten. So quälten wir unseren Subaru in die Höhe, vorbei an den Newell und Sherrad Falls. Im Dorrigo Rainforest Centre holten wir uns wieder eine Wanderkarte. Irgendwie sind diese aber nicht so gut wie die von Queensland, wobei ich den Grund noch nicht weiß. Vielleicht sind die New South Waleser schlauer und brauchen nicht so viele Informationen. Naja. Erster Höhepunkt war der Skywalk, ein Steg der in den Rainforest hinausragt. Anschließend fütterten wir das Brush Turkey und gingen auf den Wonga Track. Normal ist dieser 5.8 km lang, aber durch Regenfälle von 350 mm in 4 Stunden im vergangenen März wurde der Weg weggespült. So konnte man den Crystal Waterfall nur aus der Ferne sehen und nicht wie üblich hintenherum wandern. Machte aber auch nichts, so kehrten wir einfach wieder um. Auf dem Rückweg versuchten wir noch ein Bild vom lauten Whipbird zu machen, was aber nicht so richtig gelang und ich mich dabei auch noch an einem Baum verletzte. Die sind ganz heimtückisch und brennen wie 1000 Brennnesseln, wenn man ihnen zu Nahe kommt. Mein Arm sah aus wie bei einem Leprakranken. Entschuldigung, ein besserer Vergleich ist mir nicht eingefallen.

Unsere nächste Wanderung sollte der Rosewood Circuit Track sein. Dazu mussten wir zum 10 km entfernten Never Never Picnic Area fahren. Dort ist wirklich im Umkreis von 5 km kein Mensch. Auch die Straße ist nur Schotterpiste auf den letzten 6 km. Subaruzeit, kann ich da nur sagen.

Dort angekommen ging es gleich los. Noch schien die Sonne, was sich aber schnell ändern sollte. Anscheinend halten sich Wolken gerne auf einer Höhe von 1 km auf und so stand man dann mitten in der Wolke. Später erfuhren wir, dass Dorrigo für diesen „Mist“ bekannt ist. Davon ließen wir uns aber die Laune nicht verderben und wanderten fleißig weiter. Vom Weg ging noch ein weiterer Wanderweg zu den Red Cedar Falls ab. Dieser führte zum längsten bewanderbaren Wasserfall im Nationalpark. Dies ließen wir uns natürlich nicht zweimal sagen und schon bogen wir Richtung Red Cedar Falls ab. Nur hatte uns keiner gesagt, dass es die angegebene Länge der Wanderstrecke auch gleich der Höhenunterschied ist den man überwinden muss. Runter ging ja noch, aber rauf. Arme Waden. Dafür entschädigte wie immer der Wasserfall für alles, vielleicht auch für den Kräftezerrenden Aufstieg. Den Rest der 8 km langen Wanderung erfolgte durch dichtem Nebel und noch weiteren Aufstiegen. Glücklich und erschöpft kamen wir gegen 16 Uhr an unserem Auto an. Weit und breit keine weitere Seele zu sehen.
Wir fuhren dann nach Dorrigo zur Tankstelle, denn so ein Auto ist ja auch durstig. Von dort ging es bergab wieder in Richtung Bellingen.

Nun mussten wir uns eine Übernachtung suchen. Wir gesagt, es gibt eigentlich nichts richtiges in Bellingen, desto erstaunter waren wir über den Sachverhalt, eine nach der anderen Unterkunft abhacken zu müssen, weil ausgebucht. Wir fanden dann aber doch Unterschlupf im Koompartoo Retreat. Aber nur grad so, weil jemand abgesagt hatte. Leider verpassten wir durch die Sucherei den abendlichen Ausflug der Fledermäuse. Da waren wir ganz traurig.

Somit blieb uns nur als Trostspender ein ordentliches Abendessen. Unsere Wahl viel auf ein Indisches Restaurant. Wie gesagt, es leben nur 2400 Leute in Bellingen, 18000 im Kreis, aber Restaurants haben die, die sind den besten an der Gold Coast ebenbürtig. Zum Glück waren wir nur zu zweit und bekamen gerade so einen Platz, denn ohne Reservierung geht normal gar nichts. Wir hatten also Glück einen Tisch zu bekommen. Ich hatte dann das Tagesspezial, Fisch. Er war wirklich der Beste seit langem. Ich muss noch sagen, dass alles etwas Öko angehaucht war. Als Beispiel kann ich da die bestellte Cola anführen, diese war Organic mit Zusatz von der Kokanuss. Keine Ahnung ob es so was gibt, jedenfalls schmeckte sie nicht schlecht.

Durch unser frühes Aufstehen und sehr viel frischer Luft sind wir nicht sehr alt geworden und friedlich gegen 20 Uhr in unserem Retreatbettchen eingeschlafen.

This entry was posted in 2009.

One comment on “Batausflug nach Bellingen & Dorrigo

Kommentar verfassen
Your email address will not be published. Required fields are marked *

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.