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Unser letzter richtige Urlaub von über eine Woche liegt schon 12 Jahr zurück. Es war bevor wir nach Australien kamen, im Jahre 2006 und fand in Thailand statt. Aus diesem Grunde freuten wir uns auf die 10 Tage Urlaub in Dubai. Die Schwiegereltern, an dieser Stelle nochmals ein Dankeschön, hatten alles organisiert, wir mussten uns um gar nichts kümmern. Am 4. Dezember ging es nach München zu einer Pension, ganz gemütlich. Der Flug war am nächsten Morgen und mit einer Übernachtung in München muss nach nicht so früh raus. Abendessen gab es beim Italiener gegenüber. Ein recht guter Start in den Urlaub. Der Flug von München nach Dubai mit Emirates war recht angenehm. Gegen 21 Uhr wurden wir vom Transfer Shuttle bei unserem 5 Sterne Hotel abgesetzt, welches auf dem Namen Anantara hörte und auf der The Palm Jumeirah seinen Sitz hatte. Ich aßen dann recht spät in dem Chinesischen Restaurant, welches dem Hotel angegliedert war.

Am nächsten Tag bestaunten wir zum ersten Mal das fantastische Frühstücksbuffet, welches uns jeden Morgen in Staunen versetzte. Die Auswahl und Qualität der Speisen war einfach eine Wucht. Man konnte sich sogar immer was von Chef’s kochen lassen. Sowas habe ich bisher in meinem Leben noch nicht erlebt und ich habe schon so etliches erlebt. Fünf Sterne von mir für das Essen in Anantara. Gegen 12 Uhr trafen wir uns dann mit dem Tour Guide, es war ja eine Pauschalreise. Wir buchten dann auch gleich ein paar Touren. Und jetzt wird es etwas durcheinander gehen, weil ich nicht wirklich alles zusammen bekomme. Sonntag, wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht machten wir eine Stadtrundfahrt. Dazu wurde man vom Hotel in einem Bus abgeholt. Erster Stopp das Burj Al Arab, weiter ging es in die Stadt zu einem Gold und Diamantenverkauf. War ja klar, wo ich den Preis für die Stadtrundfahrt gesehen habe und die Leistungen, dachte ich mir es ist zu günstig. Nun wussten wir den Grund. Die eine Stunde zog sich zu zwei Stunden hin, welcher uns dann Burj Khalifa fehlte. Nächster Stopp der Souk, alles neu gemacht und halt ein typischer arabischer Markt, man bekommt überall fake Uhren, Taschen und Klamotten angeboten. Von dort ging es dann zur Hauptattraktion, dem Burj Khalifa. Um auf dem 828m Turm zu kommen, muss man durch die Dubai Mall, die größte Mall in der Welt. Es dauerte dann ein bisschen bis man oben war. Noch länger dauerte es bis man wieder unten war. Nicht gut durchdacht, wir mussten sogar die privaten Lifte nehmen, wenigstens sah man da mehr vom Gebäude. Auf dem Turm verloren wir eine ältere Dame, Schwund ist ja immer mit eingeplant. Eine Attraktion hatten wir noch, eine Bootsfahrt mit Essen auf einem Schiff in der Dubai Marina rumgeschippert. Das wars dann aber auch, eine nette Stadtrundfahrt von 14 – 21 Uhr.

Weil wir nicht genügend Zeit in der Dubai Mall hatten, sind wir am nächsten Tag gleich nochmal hin. Von unserem Hotel gab es einen Shuttle Service zur Emirates Mall, diesen nutzten wir um etwas näher an die Dubai Mall ranzukommen und die Taxikosten zu minimieren. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir keine Ahnung, wie günstig das Taxifahren in Dubai ist. Damit hört es aber schon auf, was günstig ist. Im Shuttlebus fragte uns dann ein junges Pärchen, ob der Bus nicht zur Dubai Mall fährt. Nein, tat er nicht, man kann aber schon mal durcheinander kommen mit den ganzen Malls. Ich bot den beiden dann auch mit uns im Taxi zur Dubai Mall zu fahren und wir könnten die Rechnung halbieren. Die Fahrt war dann so günstig, dass ich sagte, lass es stecken. Unser erster Stopp in der Mall war die Uhrensektion. Ein Traum für Uhrenliebhaber wie mich. Danach schlenderten wir nur so rum, kauften der Dame ein paar Goldohrringe und den Herrn ein neues Hemd und Tee. Beides mein bisher teuerste. Hab ja schon erwähnt, Dubai ist nicht billig. Nach dem Einkaufen stärkten wir uns in einem Cafe, welches nett im angelegten Souk lag. Dort verbrachten wir die Zeit bis das Wasserspiele anfingen. Diese sahen wir ja schon von oben am Tag davor, aber noch nicht von unten. Zu unserem Besuch starten diese um 18 Uhr, finden alle 30 Minuten statt und dauern 2 – 3 Minuten. Wir hatten zwei verschiedene Aussichtspunkte die Wasserspiele uns anzusehen. Dann hatten wir aber genug und suchten uns ein Taxi für die Fahrt ins Hotel zurück. Ich denke wir besuchten das Buffett und danach eine der vielen Bar’s im Hotel.

Nächstes Highlight war die Heritage Tour in die „Wüste“. Eine weitere Tour, welche wir gebuchte hatten. Für diese wurde man gegen 15 Uhr vom Hotel in einem Ford Expedition abgeholt. In diesem wurde man in die Wüste gefahren. Dort bekam man eine Wasserflasche und die Landestypische Kopfbedeckung und stieg in einem alten Landrover um. Die Flotte bestand aus 24 Autos, alle schon über 30 Jahre alt. In Landrover wurde man durch einen abgegrenzten Naturpark gefahren. Anschließend zu einer Falken Show und von dort zum Endpunkt der Fahrt, in ein nachempfundenes Camp wo man die Gastfreundschaft der Emirati erfuhr, nur dass es sich bei den Emirati um Leute aus anderen Ländern handelte, aber das tat der Stimmung keinen Abbruch. Das Essen war vorzüglich, man konnte sich ein Henna Tattoo machen lassen, oder ein Kamel reiten, oder eine Wasserpfeife rauchen oder einfach nur am offenen Feuer sitzen, was ich tat. Man konnte noch Tage an meinem Hemd den Besuch riechen. Wir waren auch fast die letzten, welche das Camp verließen. Mit dem Landrover ging es zur Basisstation zurück und von dort mit dem Ford ins Hotel.

Auf der Liste stand auch der Besuch der Mall of the Emirates. Übrigens ist das die Mall mit der Skihalle. Wir nahmen den Shuttle Bus vom Hotel. Nur regnete es an diesem Morgen und viele Gäste hatten die gleiche Idee, alles kein Problem, wurde einfach ein zweiter organisiert. Wir verbrachten dann etwas Zeit in der Mall, schauten uns um, die Skihalle an und nahmen ein Taxi zur nächsten Attraktion. Auf der Liste stand auch eine Moschee zu besuchen. Es gibt in Dubai nicht viele, welche für Touristen offen sind, die Jumeirah Mosque ist eine von den zweien. Dorthin ging es von der Mall mit dem Taxi. Besuchen kann man die Moschee zweimal am Tag, einmal an Vormittag und einmal am Nachmittag. Wir entschieden uns für den Nachmittag, wo man sich um 13:30 Uhr anmelden konnte, für die 14 Uhr Begehung. Wir waren etwas früher da und wanderten zum einen nahegelegenen Strand. Dort fand die Sicherheit es nicht lustig, dass ich die Reifenschaukeln benutzte. Als Begründung wurde mir mitgeteilt, ich währe zu fett, nur für leichte Asiatische Kinder gedacht, naja. Die Begehung der Moschee war ok, eine Engländerin erläuterte verschiedene Dinge. Zum Beispiel erhalten alle Imam’s erhalten ihre Themen, über die sie sprechen dürfen von der Regierung. Ich dachte mir damals nicht viel dabei, aber das kommt einer Gleichschaltung und Diktatur recht nahe. Nach der Beschichtung hingen wir noch etwas im Museum rum bevor wir ein Taxi zur Haltestelle der Monorail nahmen. Nur musste man dann noch ein Stück laufen, bis man dort war. Entgegen der Verlautbarung des Reiseleiters der Bustour, konnte man nur mit Bares sein Karte lösen. Nichts mit, in Dubai kann man alles mit Karte bezahlen. Und einen Automaten gab es dort auch nicht. Was für eine Sch&^&%e. Der nächste Automat war laut Angabe eines Angestellten 600 m entfernt, eine Strecke. Zum Glück half uns ein Schwarzhändler aus und tauschte uns Euro in United Arab Emirates dirham, was uns Zeit und km weites Laufen ersparte. Nicht dass ich nicht gerne Laufe, aber halt nicht in Gebäuden. Nachdem wir Karten hatten und hoch zur Station liefen kaum auch gleich die Monorail Bahn. Diese fuhr uns ans Ende der Palm Insel zum Atlantis Hotel. Diese besichtigten wir dann auch gleich bevor wir von dort zu unserem 5 km entfernten Hotel liefen.

Eine Geschichte habe ich noch, ich buchte uns einen Abend in der Skyview Bar im Burj Al Arab, für unseren letzten Tag in Dubai. Das Sieben Sterne Haus beeindruckte dann auch. Mehr muss man hier nicht dazu sagen. Ich fühlte mich wohl, jemand anderes nicht, was dann auch meine Stimmung trübte. Die zwei Inklusiv Getränke waren auch richtig gut. Und zum Abschluss fand ich den ersten richtigen witzigen Menschen in Dubai. Der Waiter sagte, nachdem ich fragte ob ich noch etwas unterzeichnen muss, ob es uns gefallen hat. Ich sagte ja worauf er sagte, See you tomorrow.

Ansonsten sind die Leute in Dubai nicht für eine Spaß zuhaben oder verstehen nicht genug Englisch diesen als solchen zu sehen.

An den Tagen an denen wir nichts unternahmen, lagen wir am Strand, schwammen im Meer und schlürften Cocktails.

Alles hat ein Ende nur die Wurst…. Na gut, Samstag der 14. Dezember war der Abreisetag für die Urlaubsgesellschaft. Alle flogen zurück in die Heimat, welche für die einen in Deutschland ist und für die anderen in Australien. Die Australier waren wieder die letztem, mit einem 21:45 Uhr Flug. Viel gibt es dazu nicht zu berichten, nur das aus welchen Gründen immer Emirates eine alte 777 36N für den Langstreckenflug ausgewählt hatte. Das Flugzeug hat die ID A6-EBW, wurde am 29.11.2006 zugelassen und ist somit 13 Jahre alt. Nicht die Beste Wahl für eine 16 stündige Flugreise. Zum Glück war mein Sitz kaputt, die Lehne ließ sich nicht mehr einrasten, wenn man sich anlehnte ging sie in die Liegeposition. Ich machte die Flugbegleiterin darauf aufmerksam und hoffte auf ein Upgrade in Business Class, was leider nicht geschah. Wenigstens wurden an das Ende des Flugzeugs versetzt, wo wir eine Zweierreihe hatten und keine Dreierreihe. Leider mussten wir in Singapore runter. Nicht das ich was gegen Singapore habe, aber es ist einfach belastend aus dem Flieger raus zu müssen, wieder durch die Sicherheitskontrolle und nochmals Boarden was 2 Stunden an die schon lange Reisezeit zufügt. Mein Sitz was immer noch defekt und wir wurden versetzt, nur leider nicht in eine Zweierreihe. Es war nach über 11 Jahre das wir mal wieder mit Emirates geflogen sind. Der Service war ok, aber auch nicht berauschend. Vielleicht bin ich schon zu viel Business Class geflogen und erwarte zu viel, aber Etihad hat in ihren besten Jahren besseren Service abgeliefert.

In Brisbane angekommen benötigten wir fast 90 Minuten für die Passkontrolle und der Boarder Security. Aber gegen 22 Uhr waren wir dann im Penelope Drive Retreat angekommen.

Bilder:

Videos:

 

Anhang:

Der Urlaub in Dubai war schön, nur muss ich sagen, die Stadt ist Fakeness Pur. Von Wegen Open Minds, Open Doors. Dubai hat an die 300.000 Einheimische, der Rest der 3,2 Millionen Einwohner sind Ausländer. Und davon die meisten unterbezahlte Arbeiter. Unsere Bedingung im Hotel arbeite 6 Tage die Woche, 10 Stunden pro Tag für einen Monatsgehalt was das Hotel eine Nacht kostet. Die Arbeiter für die Sky Towers werden mit Bussen zu den Baustellen gekarrt. Schon 2009 musste Abu Dhabi Dubai mit 20 Milliarden USD aus dem Schlamassel holen. Im Moment sieht es nicht besser aus. Dubai ist eine Stadt in der Wüste, ohne künstliche Bewässerung wird sich die Wüste sich die Stadt zurückholen. Die beste Bezeichnung für Dubai habe ich den Artikel „The dark side of Dubai“ von Johann Hari. Der Artikel ist zwar von 2009, ich glaube aber viele Dinge haben sich nicht geändert.

„[E]verything in Dubai is fake. Everything you see. The trees are fake, the workers‘ contracts are fake, the islands are fake, the smiles are fake – even the water is fake! I think Dubai is like an oasis. It is an illusion, not real. You think you have seen water in the distance, but you get close and you only get a mouthful of sand.”

 

2 comments on “Holiday in Dubai

  1. sebskate sagt:

    Vielen Dank für diesen ausführlichen Bericht. Gerade der Anhang hat meine Vermutung bestätigt, dass Dubai eigentlich nur eine Kulisse (ähnlich wie Disneyland) ist. Aber ein paar schöne Tage hattet ihr ja dennoch…

    Hattet ihr die Möglichkeit den Sternenhimmel in der Wüste, weit ab von der hell erleuchteten Stadt zu sehen? Ich hatte damals in Ägypten das Glück und war überwältigt.

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    1. Hi, wir waren doch in Alice Springs und Uluru. Da sieht man den Sternenhimmel viel besser und dann ist es auch noch die Suedhalbkugel, da sieht man die Milkyway wesentlich schoener. 🙂

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