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Ich schrieb diesen Artikel als Zeitzeuge, damit Politiker und Journalisten mir nicht erzählen wie es damals war und welche Gründe zur Grenzöffnung geführt haben, besonders jene, welche die DDR nie erlebt haben, sei es weil sie nach 1989 oder auf der anderen Seite geboren sind.

Einführung: 1978 erblickte ich in der Grenzstadt Sonneberg in Thüringen das Licht der Welt. Ich öffnete meine Augen in einem Sozialistischen System genannt Deutsche Demokratische Republik. Diese hatte sich 1961 durch den Mauerbau vom kapitalistischen Westen abgrenzt, was auch in meiner Geburtsstadt spürbar war. Sonneberg arbeitete sich in den 20er Jahren zur Weltspielwarenstadt hoch. Transport der Waren erfolgte nach Süden, Richtung Nürnberg. Die Weltwirtschaftskrise, gefolgt vom 2. Weltkrieg, gefolgt von der Repressalien Leistung an die UdSSR, 40 Jahre Sozialismus mit dem Mauerbau und die feindliche Übernahme durch die BRD mit den kriminellen Machenschaften der Treuhand haben von dem Glanz der 20er Jahre nicht viel übriggelassen. Sonneberg ist heute eine kleine verschlafene Stadt an den Ausläufern des Thüringer Waldes. Die Verbundenheit ins Oberfränkische konnte auch die Mauer nicht unterbinden. Die Sonneberger blieben ihren Dialekt treu, dem Itzgründisch. Ein spezieller Dialekt, gesprochen südlich des Rennsteigs im Landkreis Sonneberg, den südlichen und östlichen Teil des Landkreises Hildburghausen, Stadt und Landkreis Coburg und den Nordwesten des Landkreises Lichtenfels.

Von meiner Geburt bis zum 9. November 1989 erlebte ich die Errungenschaften des Sozialismus. Kindergrippe, Kindergarten, Besuch des einheitlichen sozialistischen Schulsystems in der Thomas-Müntzer-Schule Oberlind, bis in die 6. Klasse. Als Jungpionier trug ich mein Blaues Halstuch und ersetzte dieses mit dem Roten als Thälmannpionier. Auf die Frage Seid Bereit antworte ich noch bis heute mit Immer Bereit. Nicht ausgeschlossen von meiner Erfahrung waren Besuche mehrerer Firmenferienlager, Bertingen und Steinach, und auch mehrere Ferienaktivitäten in der Schule.

Weitere Erfahrungen sammelte ich als Leistungsschwimmer von meinem 5. Lebensjahr an. Von den 140 Kindern waren am Ende nur 7 übrig und von denen durften nur 3 auf die Sporthochschule. Ich war nicht mit dabei.

…..

Dies sollte der Anfang von einem längeren Artikel werden. Aber ich fand leider nicht die Zeit und Muse diesen zu beenden. Deshalb werden es nur ein paar Zeilen hier, die nicht wirklich geordnet sind. Für mich war der Mauerfall ein Glücksgriff. Ohne diesen könnte ich diese Zeilen nicht dort schreiben, wo ich sie gerade schreibe, aus Australien. Es gibt aber auch viele Verlierer der Wende, und für mich sind es die Menschen, welche so alt waren wie ich jetzt als die Mauer fiel. Menschen welche in Ihrer Heimat bleiben wollten, in den heutigen neuen Bundesländern. Ihre Unzufriedenheit zeigt sich in der derzeitigen Politischen Landschaft. In Thüringen ist Die Linke, die Nachfolgerpartei der SED die stärkste Kraft, gefolgt von einer deutlichen rechtsstehenden Partei AfD. Dies wundert mich nicht, man muss sich nur ansehen wie die DDR durch die BRD übernommen worden ist und was auf Europaebene für ein System aufgebaut wird. Mit der EZB haben wir schon ein Sozialistisches Geldsystem und die Politik ist nicht weit hinterher. Wurde man in der DDR von Berlin aus regiert, wird man jetzt von Brüssel, ohne wenn und aber. Beide Regierungen waren und sind nicht wirklich gewählt.

Bei der Wende wurde das Ersparte halbiert, dann bekam man keine Auszahlung des Staatseigentums, oder ist das nicht so im Sozialismus, das alles allen gehört? Bis heute ist es nicht öffentlich was aus den 21 Tonnen Gold der Koko geworden ist. Und warum hat dann der Staat der BRD alles bekommen nach dem Beitritt der DDR. Ja, es war ein Beitritt, keine Vereinigung. Ich bin hier vielleicht etwas zu Negativ, aber das ist die Wahrheit.

Ich warte bis heute noch auf meine Auszahlung.

 

Cover Photo: Reinhard Kemmether

Das Bild zeigt die geöffnete Grenze Sonneberg/Neustadt bei Coburg, aufgenommen auf der Seite der BRD Richtung Sonneberg.

This entry was posted in 2019.
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