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Ich konnte es mal wieder nicht lassen und besuchte die Rally Australia. Wieder mit den Robertson’s, aber mit dem eigenen Auto. Dies ist meine Geschichte.

Donnerstag, 15.11.2018

In New South Wales werden ja die Uhren umgestellt und damit war es schon 16 Uhr als ich die Firma zwei Stunden vor Arbeitsschluss verließ. Google informiert mich, dass ich für die nur 375 km von Brisbane nach Coffs Harbour 4:40 Stunden brauchen würde. Das konnte ich erst gar nicht glauben, aber bald bestätigte sich was Google angab. Die Fahrt war sehr schleppend. Ich brauchte schon 1:30 Stunden um überhaupt aus Queensland rauszukommen. Dazu musste ich sogar Seitenstraßen benutzten, weil die M1 voll war. Auch die Fahrt in NSW war nach Balina nicht viel besser. Auf 100 km Länge die Baustelle für die neue M1 nach Sydney. Das bedeutete 60 – 80 km/h maximal mit Baustellenampeln. Keine Wunder das man da so lange für nur 375 km braucht. Ich war kurz vor 21 Uhr dann im Hotel, wieder das gleiche, Ibis Budget. Dieses Mal war das Zimmer noch kleiner. Das Doppelstockback war über das normale Bett an der Wand angebracht. War nicht gerade einfach dort raufzukommen, ich werde ja auch nicht jünger. Leider war das Restaurant wo wir normalerweise immer Essen waren, schon um 20:30 geschlossen und ich hatte Mühe was Essbares zu finden. Zum Glück hatte ein Fast Food Noodle Restaurant noch auf. Die Chinesen arbeiten halt. Mit meinem Essen ging ich wieder in Hotel zurück. Weil das Zimmer keinen Tisch, Stuhl oder sonst irgendwas hatte um in humangerechter Art zu speisen, setzte ich mich an den Outdoortisch vor dem Hotel. Kaum saß ich da erschienen ein paar Japaner. Es stellte sich heraus, es handelte sich um die Gruppe von RallyPlus, einem japanischen Magazin, welche ich auf Twitter folge. Nachdem dies ausgekundschaftet war wurde ich zu Bier und Wein eingeladen. Diesen tranken wir dann illegal vor dem Hotel, was nach australischen Gesetzten verboten ist. Kein Alkohol an öffentlichen Plätzen, und das Hotel ist ein solcher. Lange hielt ich es nicht aus, weil das Bett mich rief. Rallying bedeutet nämlich früh raus.

Freitag, 16.11.2018

Für diesen Tag hatte ich mich mit Mark verabredet. Mit diesem hatte ich schon letztes Jahr am Sonntag „spektätet“. Auch dieses Jahr fuhr ich und ich hatte nichts zu tun. Wir fuhren dann zu der zweiten Stage des Tages, weil die Zuschauerpunkt nicht schlecht auf dem Papier aussah. Dort angekommen stellten wir fest, der Zuschauerpunkt war ok, nicht super, aber ok. Wir warteten dann auf die WRC Autos. Nachdem die Topstars durch waren fuhren wir zum Service Park zurück. Mark wollte für die zweite Loop zu einem weiteren Zuschauerpunkt. Diese war sehr enttäuschend. Man sah die Autos mit 150 km/h auf einer Geraden an einem vorbeirasen. Nicht gerade ideal. Enttäuschend fuhren wir wieder nach Coffs. Mark brachte mich zum Rally HQ, welches im Oval Cove Hotel untergebracht war. Er ging auch mit, weil er sich die Autos im Foyer ansehen wollte. Clara und Graeme arbeiteten auch dort. Clara hatte dann eine treffen mit Henning vereinbart. Dieser ist 85 Jahre alt, Deutscher, zweiter Präsident der Rallye Deutschland und sein 35 Jahre jüngere Frau hat irgendwas mit der Rallye Sicherheit zu tun. Nächstes Highlight war ein Treffen mit Michèle Mouton. Diese ist die einzige Frau welcher der WRC Siege eingefahren hat. Und das auch noch mit dem Urmonster Audi Quattro in der Group B Zeit. 1982 wurde sie sogar Vizeweltmeisterin.

Aber genug von davon. Graeme musste noch bis 19:30 Uhr arbeiten, darum fuhr ich mit Clara in die Stadt. Dort genehmigten wir uns einen Kaffee und ich 2 Bier. So gestärkt liefen wir zur Super Special Stage am Jetty. Nachdem wir die Show, sprich die WRC Autos auf dem 1.99 km Kurs gesehen hatten fuhr Clara mich ins Ibis zurück und holte Graeme vom Oval Cove ab. Ich hatte bis beide zurück waren eine Stunde Ruhe. Es dauerte dann doch etwas länger und beider waren erst um 20:30 Uhr zurück. Zum Glück hatte die Küche im Pub länger auf. Dort aßen wir unser Abendbrot. Ich hatte den Fisch des Tages, die beiden Fish’N’Chips. Dazu einen guten Shiraz. Man lebt ja nur einmal, oder. Gegen 22 Uhr war dann aber auch wieder Schluss.

Samstag, 17.11.2018

Die Rallye startete wirklich recht früh. Die erste Stage war gegen 6:30 Uhr oder so ähnlich. An diesem Tag waren die Stages südlich von Coffs. Um dort rechtzeitig zu sein, hätte man gegen 5 Uhr aufstehen müssen. Nichts für mich an diesem Wochenende. Ich schaute dann die erste Stage Live auf dem Phone an, im Bett natürlich. Die zweite Stage beim Frühstück und die dritte wieder auf dem Zimmer. Graeme fuhr Clara zum Oval Cove zum Arbeiten. Wir beide fuhren zum Service Park. Dort trafen wir gerade rechtzeitig ein, die Fahrer in der Mediazone zu beobachten. Als nächstes schauten wir den 25-minütigen Service zu. Ich fokussierte mich auf dem Service von Seb Ogier. Nachdem dieser abgefertigt war schauten wir bei Citroen vorbei. Craig Breen hatte sein linkes Hinterrad fast abgenommen. Seine Mechaniker waren eifrig ein neues anzubringen. Nachdem alle WRC wieder fort waren zog es uns in die Service Park Bar. Leider machte die erst gegen 12 Uhr auf und wir mussten auf unser Bier warten. In der Zwischenzeit organisierte ich uns eine Pizza als Mittagsessen. Die Biere folgten dann auch bald. Wir saßen dann in der Bar und verfolgten die Live Show auf der großen Leinwand. Graeme musste dann 14:15 Uhr los, arbeiten. Ich entschied mich dann den ganzen Tag im Service Park zu bleiben. Ich verlagerte nur einen Platz vom Hightable in den zur Verfügung gestellten Beanbag. Von diesem verfolgten ich die restlichen Stages live. Gegen 16 Uhr holte mich Clara ab und fuhr mich zum Jetty. Sie war leider total geschafft und ich war alleine unterwegs zur SSS. Kurz bevor alle WRC Autos durchwaren gab es einen Wolkenbruch. Die Zeiten verschlechterten sich um über 10 Sekunden auf den 2 km. Das ist nicht ohne. Von der SSS lief ich etwas nass zum Pier Hotel. Dort wollten wir eigentlich Essen. Nur war es da zu voll und zu laut. Wir entschlossen uns dann wieder in den Pub vor unserem Hotel zu gehen. Mark schaute dort ebenfalls vorbei und Clara hatte 5 weitere Leute eingeladen. Mit diesem kam ich nicht so richtig zurecht. Darum verließ ich das Restaurant auch schnell und versuchte mein Glück in der Stadt. Da es sich um Coffs handelt war damit nicht viel. Ich war gegen 20 Uhr zurück im Hotel. Clara und Graeme kamen gegen 21 Uhr. Das ließ uns wenigstens ein bisschen Zeit um unterhalten im Bett. Sitzen konnte man ja nirgends.

Sonntag, 18.11.2018

Sonntag war der Tag der Entscheidung. Ich habe ja noch gar nicht über die Championship gesprochen. Meine Favorit Sebastien Ogier kam als Führender nach Australien. Aber nur mit drei Punkten, was nicht gerade viel war. Sein Hauptgegner Thierry Neuville verlor durch einen Fahrfehler die Luft in einem Reifen, was ihm einen großen Zeitverlust bescherte. Er viel hinter Seb zurück. Durch Teamorder verhalf man Seb von Position 9 sich auf P7 zu verbessern. Die Startorder wird am Samstag umgedreht, weshalb der letztplatzierte die Strecke eröffnen muss. Ein Nachteil, wegen den Staub auf der Strecke und weniger Grip. Als P10 konnte Thierry gegen Seb auf Platz 10 keine Zeit gut machen. Aber Ott Tanak hatte mit 23 Punkten Rückstand noch Chancen auf dem Weltmeistertitel. Er arbeitete sich von P5 dann auch auf P1 vor. Mit möglichen 4 Punkten von der Powerstage am Sonntag und dem Sieg hätte er 30 Punkte einfahren können. Seb hätte 6 Punkte für P7 erhalten. Er hätte mindestens 2 Punkte in der Powerstage einfahren müssen. Es war somit also noch richtig interessant. Jedenfalls am Samstagvormittag, auf der SS11 verabschiedete sich Craig Breen von P2 und Seb erbte P6.

An Sonntag holte mich Mark wieder ab. Wir wollten zur Wedding Bells Stage, welche die PS war. An diesem Tag standen 6 Prüfungen auf dem Programm mit über 80 Wertungskilometern. Ein recht beachtliches Programm für einen Sonntag. Durch die Lage der PS wurden wir umständlich mit dem Bus von einem Parkplatz weiter entfernten Parkplatz hingebracht. Im Zuschauerbereich trafen wir sogar jemanden, den wir letztes Jahr dort gesehen hatten. Viel fällt mir nicht mehr zum Tag ein. Nur nass wurden wir auch wieder, es war aber nur ein kleiner Schauer. Die anderen Stages erwischte es aber richtig, es war wie auf Eis. Auf er zweiten Runde verabschiedete sich Thierry in der drittletzten SS, gefolgt von Ott Tanak auf der vorletzten SS. Mit dem Ausfall der beiden Konkurrenten war Sebastien Ogier zum 6. Mal in Folge Weltmeister.

Ich sah mir die Siegerehrung vor Ort an, diese war gleich neben der SS. Wir machten uns dann aber auf zum Service Park, weil wir dachten da geht noch was. Dies war nicht der Fall, die ganzen Teams hatten schon angefangen einzupacken. Mark fuhr mich dann zum Hotel. Eigentlich wollte ich ja noch zum Fehleressen bleiben, dieses wurde aus Budgetgründen fast nicht durchgeführt. Die Gelegenheit nutzte ich, den langen Weg nach Hause anzutreten. Zum Glück dauerte die Fahrt nur 3:40 Stunden, am Sonntag wird nicht gebaut. Auch gewann ich die verlorene Stunde wieder.

Mit Sebastien Ogier und Julian Ingrasse zum 6. Mal Weltmeister und zum zweiten Mal mit M-Sport ging die aufregendste WRC Weltmeisterschaft in Down Under zu Ende.

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