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Diese brauchte ich mal, oder besser gesagt, als ich die Flüge buchte brauchte ich eine Auszeit. Zu diesem Zeitpunkt ging gar nichts. Hatte mich voll ins Studium geschmissen, aber auch nur die gleichen Punkte bei den Arbeiten bekommen wie davor. Dann bin ich immer noch auf Jobsuche und da ging auch nichts. Ich war total demotiviert, konnte mich zu gar nichts mehr aufraffen. So konnte das nicht weitergehen, weshalb ich ein Auszeit in New Zealand suchte und Flüge buchte um unsere Kiwifreunde zu besuchen.

Am 3. August ging es los. Leider hatte der günstige Flugpreis einen Haken. Der Flug ging schon um 6:30 Uhr los. Was wiederum zur Folge hatte, das ich das heimische Bett um 4 Uhr aufgeben musste. Diese frühe Stunde ist nicht meine Zeit. Dafür erzielte ich aber einen neuen Rekord. Von unserem Haus zum International Airport Brisbane drop off zone, nur 35 Minuten Fahrzeit. Und das alles ohne in Gefahr geraden zu sein den Führerschein zu verlieren.

Mit Rekorden ging es auch weiter. Flugzeit nach Auckland war nur 2:20 Stunden, wegen gutem Rückenwind. Und vom Aufsetzen der Maschine bis zum den ersten Schritt aus dem Flughafen dauerte es auch nur 28 Minuten. Das sind Rekorde für die Ewigkeit.

Mein persönlicher Chafour Eric holte mich vom Flughafen ab. Auf dem Weg nach Hause fuhren wir Ida, die Tochter von Eric und Jule, zum Schwimmen und gingen Einkaufen. Zum Abendbrot gab es Königsberger Klopse und Rotwein. Ein guter Einstand für die Auszeit, dachte ich mir. Am nächsten Tag, welcher der Montag war, war ich voll eingespannt. Bin mit Jule auf Arbeit gefahren, davor haben wir Ida bei der Schule abgesetzt und Elsa, ihre jüngere Tochter, in den Kindi gebracht. Meine Aufgaben waren dann Ida um 15 Uhr von der Schule abzuholen, Hausaufgaben mit ihr zu machen und dann um 16:30 Uhr sie zum Tanzen zurück zur Schule zu bringen. Später holte ich Elsa aus dem Kindergarten und Jule von der Arbeit ab.

Auch Dienstag war ich wieder voll dabei. Da habe ich Elsa nicht nur von der Schule abgeholt, sondern auch zum Schwimmen gefahren. Das war etwas weiter weg, weswegen sich die Rückfahrt nicht lohnte und ich gleich dort blieb und ihr beim Training zuschaute.

Mittwoch stand in Zeichen von Wellington. Dorthin verschleppte mich Jule. Diese musste beruflich einen Tag nach Wellington. Leider war die Zeit in Wellington von 11 Uhr bis 14:30 Uhr recht kurz bemessen, womit ich wirklich nicht viel sah. Das Wetter tat sein übriges, nass und kalt. Hätte mal lieber meine Bommelmütze eingepackt. Nichtsdestotrotz kann ich berichten, das Cafe, in welchen ich Mittag gegessen habe, und das Museum waren einfach spitze. Im Museum könnte man einen ganzen Tag verbringen. So ein Museum habe ich noch nicht gesehen. Und das für freien Eintritt. so macht Erziehung und Lernen Spaß. Da könnten sich einige Museen in Deutschland eine Scheibe abschneiden. Übrigens die Flugzeit von Auckland nach Wellington beträgt nur eine Stunde. Nach unserer Rückkehr ging es zur Schwimmhalle, wo Eric mit Ida und Elsa beim Schwimmen war. Lange hielten wir uns dort aber nicht auf, denn Jule und ich holten Thai für uns zum Abendessen und eine Pizza für die Kinder. Dazu machte ich ein eine großen Topf Glühwein. Den Abend ließen wir bei dem Film, The Priest ausklingen.

Donnerstag bekomme ich gar nicht mehr zusammen, weshalb ich gleich zum Freitag übergehe. Die Kiwi’s machten da blau und gingen geschlossen in eine Disney Show on Ice. Dazu fuhr ich sie hin und holte sie auch wieder ab. Leider war der Italiener, wo wir danach zum Mittagessen gehen wollten, total überfüllt. Dies war aber weiter nicht schlimm, so gab es für Jule Sushi und für Eric und mich einen Burger von Burger Fuel. Den restlichen Nachmittag verbrachten Eric und ich im Hardy’s Place, einem gemütlichen Pub gleich bei ihm im die Ecke. Am Abend war wieder Filmzeit angesagt, War Z.

Samstag ging es endlich mal raus aus der Stadt in einem nahegelegenen Nationalpark zum Wandern. Insgesamt wanderten wir über 8 km zu einem Staudamm und zurück, mit dabei Ida und Elsa  Natürlich machten wir Mittagessen im sogenannten höchsten Restaurant von Auckland, von welchem man einen super Ausblick auf Auckland hatte. Abends kochte ich dann ein gutes Risotto für uns alle.

Sonntag wollten wir Einkaufen fahren. Leider hatte das gewünschte Geschäft seine Pforten geschlossen und wir mussten eine noch geöffnete Filiale suchen. Dort wurden die Kiwi’s fündig und das begehrte Objekt war nochmals runter gesetzt. Was für ein Schnäppchen. Bei dieser Aktion kamen wir an einem Kino vorbei und die Idee war geboren einem Film anzusehen. Darum befanden sich Eric und ich gegen 15:45 Uhr in der Kindervorstellung von ‚Deliver Us From Evi“, was nicht ein Kinderfilm war. Jule war in der Zwischenzeit mit Ida beim Schwimmen. Sie war genau zu dem Zeitpunkt zurück, um uns bei der Heimtour vom Kino abzuholen. Eric kochte für uns alle Spagetti Bolognese. Und wie kann es anders sein, der Abend klang bei einem Glas Rotwein und einem Film aus.

Montag musste ich nochmals ran. Jule, Eric, Ida und Elsa auf die Arbeit, bzw. in den Kindergarten und die Schule bringen. Auch musste ich Ida wieder nach der Schule abholen und mit ihr Mathehausaufgaben machen. Danach ging es wieder zur Schule, denn Ida macht in einer Tanzgrube mit. Von dort sammelte ich erst Elsa, dann Jule, dann Eric und zum Schluss Ida wieder ein. Zum Abschluss des Tages liefen wir alle geschlossen zu Burger Fuel, für einen Abschlussburger. Und falls es jemanden interessiert, die sind nicht so gut wie die Burger von Grill’d. Trotzdem auch nicht schlecht.

Der Abend klang wieder mit einem Film aus. Mussten alle früh ins Bett, denn mein Flug ging um 6:50 Uhr. Eric war so lieb mich trotz der frühen Stunde zum Flughafen zu fahren. 5 Uhr war Abmarsch angesagt.

Der Flug verspätete sich um eine halbe Stunde. Landete erst um 10:10 anstatt 9:45 Uhr. Air Control Brisbane verlängerte unsere Flugzeit, weil wir keine Landeerlaubnis bekamen. Der Wind blies anscheinend richtig, denn die Flugzeit verlängerte sich von 2:20 auf 3:45 Stunden. Aber mit meiner Fast Track Karte war ich heute mir nichts dir nichts aus dem Flughafen raus und der Zug an die Gold Coast wartete auch schon auf mich. Schneller geht es wirklich nicht. Um 11:00 Uhr war ich schon in Coomera. Leider kein Taxi weit und breit in Sicht. Anrufen wollte ich auch nicht, wegen der Wartezeit, in der ich fast schon nach Hause gelaufen wäre. Das tat ich dann auch und lief die 3 km heim.

Zusammenfassung: Es war richtig gut mal raus zu kommen und alles von einem anderen Blickwinkel zu sehen. Die derzeitige Situation ist nicht 100% in meiner Hand und somit sollte ich mich nicht runterziehen lassen. Auch wenn das nicht immer so leicht ist, so ist das wichtig. Es wird irgendwann mal wieder anders und dann hat man diese Zeit vergeudet. Auch habe ich ein paar neue Ideen, was ich vielleicht anders machen könnte und werde das so angehen. Und wenn man denkt man hat Probleme, dann ist es auch mal gut andere Familien zu sehen, mit was sich diese Auseinandersetzen müssen. Die Auszeit in New Zealand war ein voller Erfolg.

This entry was posted in 2014.

2 comments on “Auszeit in New Zealand

  1. Oppermann sagt:

    Freut mich zu lesen, dass dir der Trip gut getan hat! Ich hoffe die positiven Eindrücke behältst du lange. Denn warum sich das Leben schwer machen, wenn es einem im Grunde genommen gut geht. Wenn man gesund ist, Freunde um sich herum hat und das nötigste zum Leben hat, ist der Rest nur noch ein schöner Bonus.

    Zum Thema Museum in Wellington: Dort habe ich eine 2-stündige Führung in einer kleinen Gruppe für 8 Dollar mitgemacht, die jeden Cent wert war. Anschließend bin ich noch auf eigene Faust dort rumgelaufen. Am Ende habe ich es ohne zu wissen bei besten Wetter 8 Stunden im Museum verbracht und wurde von Mitarbeitern gefragt, ob ich immernoch oder schon wieder da bin. Fantastisch!

    BTW: In Australien und Neuseeland sind alle öffentlichen Museum gratis. Nur für Sonderausstellungen und Führungen muss gezahlt werden. Wirklich etwas, was sich Deutschland abgucken sollte!

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