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…ja so kann man das Ganze hier umschreiben. Bisher kommt mir das alles wie ein Urlaub vor und nicht, als wenn ich die nächsten Jahre hier verbringen werde und bis auf Weiteres auch nicht nach Hause komme. Los ging es am 03. Februar 2006 um 20.15 Uhr mit einer Maschine von Emirates. Zwar bin ich sonst nicht so, aber beim Abschied von meinen Eltern ist schon die eine oder andere Träne geflossen. Als erster Stopp stand Dubai auf dem Programm, was ich nach einer Flugzeit von 6:30 Stunden erreichte. Ankunftszeit 05:30 Uhr. Weiterflug um 8:40. Leider kann der Flughafen von Dubai nicht mit der Stadt mithalten, welche ich nur aus der Luft gesehen habe, aber den Erzählungen nach sehr schön sein soll. Als erstes wurde der Flug nicht angezeigt, dann warteten ein Menge Leute beim Check In und dann verbrachte das Flugzeug über eine Stunde auf dem Rollfeld. Konnte mir egal sein, da ich schon im Traumland unterwegs war. Neben mir saßen eine Engländerin und ihr Mann. Beide waren auf dem Weg nach Auckland, Urlaub. Ich hatte den Fensterplatz ergattert und da man ja die nächsten 15 Stunden miteinander verbringen musste, hatte man die eine oder andere Konversation. Nach einer kurzen Zwischenlandung in Singapore, man konnte im Flieger bleiben, auch mal interessant wenn die Reinigungscrew um einen herum sauber macht, ging es zur Endstation Brisbane. Dort bin ich mit 20 Minuten Verspätung um 7:00 Uhr gelandet. Dann hieß es anstellen an der Passportkontrolle. Nach dieser Hürde konnte man sein Gepäck abholen und sich gleich wieder anstellen, denn das Gepäck wurde nochmals durchleuchtet. Aber nicht nach Sprengsätzen wurde gesucht, sondern nach Früchten und anderen tierischen Produkten. Diese dürfen nämlich nicht nach Australien eingeführt werden.

Ich wurde von meinem zukünftigen Arbeitgeber und Boss Paul Feeney persönlich abgeholt und direkt zu ihm nach Hause gefahren. Dort bezog ich das Kinderzimmer, da zu dieser Zeit im Gästehaus zwei Rennfahrer untergebracht waren. Jedenfalls ist das Hilton nichts gegen meiner derzeitigen Behausung. Siehe Bilder. Nach einer kurzen Dusche ging es zu meiner neuen Arbeitsstätte, ungefähr 10 min mit dem Auto entfernt.

Für Freunde von Google Earth, Adresse für das Wohnhaus ist 22 Graden Grove, Nerang QLD, Arbeit Palings Court. In der Arbeit wurde ich allen als der Mann aus Germany vorgestellt. Nachmittag ging es mit Paul, seinen kleinen Sohn (4 Jahre, er hat zwei Kinder) zur Supermoto Teststrecke. Dort waren die zwei Fahrer unterwegs. Wie gesagt, es war Montag Nachmittag um 14:00 Uhr und es waren nicht gerade wenige Fahrer unterwegs. Aber noch verwunderlicher war, dass gleich um der Ecke eine Rennstrecke für Straßenmotorräder ist. Dort war auch gerade ein Team von meinem Arbeitgeber unterwegs und fuhr eine neue MV Agusta ein. Paul drehte dann auch noch ein paar Runden. Er ist mehrfachiger Australischer Superbike Meister. Auch hier waren nicht gerade wenige Fahrer unterwegs. Wie gesagt, es war Montag. Auf meiner Nachfrage, ob dass so üblich ist in Australien wurde mir geantwortet, nur im Bundesstaat Queensland. Um 16:00 Uhr überkam mich eine Müdigkeit und ich musste mich im Transporter schlafen legen. Zwar gab es zum Abendbrot noch Steak und Chips, welche köstlich waren, aber um 20:00 Uhr musste ich ins Bett. Ich konnte kaum meine Augen noch offen halten.

Dienstag bekam ich dann einen Arbeitsplatz und auch schon die ersten Aufgaben. Noch nicht die Welt, wird aber. Was will man vom ersten Tag schon erwarten. Und ich gebe es ehrlich zu, ich habe noch Sprachprobleme. Aber dafür bin ich ja auch hier unten. Zum Mittag wurde mir Silvias Bar gegenüber empfohlen und was soll ich sagen, da bekommt man für 4,70 AUD einen sehr guten Burger frisch zubereitet. Dieser entspricht ungefähr der dreifachen Größe wie der von den Fastfoodketten. Dort werde ich noch des Öfteren vorbeischauen. Abends wurde dann in einem Restaurant auf einer Golfanlage gespeist. Davon gibt es auf dem Weg zur Arbeit und Pauls Hause gleich drei. Der Weg wurde aber von einer etwas größeren Echse, ich schätze einen Meter groß, versperrt. Somit war schon der erste Kontakt mit der Australischen Tierwelt hergestellt, auch wenn es nicht um ein Känguru oder einem Koala handelte. Auch diesen Abend war ich wieder früh im Bett. Der Jetlag hat es wirklich in sich.

Zum Mittwoch fällt mir nur noch das Abendessen ein. Da gab es wieder frisch gegrilltes Fleisch, Zemet (für nicht Sonneberger Kartoffelbrei), Erbsen und Mais. Das Grillen scheint auch eine Australische Spezialität zu sein. Jedenfalls ist der Grill so ausgelegt, dass man eine ganze Kuh auf einmal grillen kann und die nächste sich schon mal in Warteposition bringen kann.

Das Haus von Paul ist eher ein Party Haus. Es verfügt neben 9 Fernseher, davon zwei mit über 1,50 m Diagonale, auch über einen Pool, Kühlschränke in jeder Ecke, einer Bar und einen Billardtisch. Sportlich kann man sich auf dem hauseigenen Tennisplatz, dem Jetski oder Wasserskilaufen hinter dem hauseigenen Boot vergnügen. Aber im Fluss sollen schon Haie gesichtet worden sein.

Am heutigen Donnerstag habe ich es geschafft mir ein Konto einzurichten. Aber ohne Adresse und Telefonnummer ist das gar nicht so einfach. Jedenfalls warte ich im Moment nur noch auf das Schreiben von der Bank mit meiner Karte, welche an die Firmenadresse geschickt wird, damit ich sie aktivieren kann. Heute war auch der erste Tag, an dem ich mal auf der falschen Seite fahren durfte. Na ja, hier ist es ja die richtige. Ich bekam für meine ersten Fahrversuche einen alten Ford mit einer 4,0 Liter Maschine. Und da ich Automatik liebe, hatte er auch eine. Was auch gut war, denn ich hatte mit der falschen Seite genügend zu tun. Wenn man seit 12 Jahren und über 200.000 km rechts fährt, dann ist es nicht ganz einfach links zu fahren. Jedenfalls ging es mir so. Denn Straßenverlauf folgen ging ja noch, aber beim Abbiegen wird es schon schwieriger. Und dann haben die meisten Kreuzungen auch noch 2 und mehr Spuren. Und soll ich Euch sagen wo meine erste Fahrt hin ging? Natürlich zum Aldi, Aldi Süd um genau zu sein. Dort konnte man sich ein bisschen heimisch fühlen. Und da merkt man auch gleich wie man schon verwöhnt ist. Die Läden schließen nämlich immer um 6:00 PM oder sogar schon um 05:30 PM. Wenn man bis 05:00 PM arbeitet, dann muss man sich schon sputen. Nichts mit 20 oder sogar 22 Uhr.

Abends gab es Lasange und Salat. Pauls Frau kommt ursprünglich aus Italien. Ich vergaß noch zu erwähnen, dass Mick Doohan (5-facher Motorradweltmeister) ein Freund der Familie ist. Des Weiteren war Paul auch schon mit Michael Schumacher unterwegs, da dieser wieder ein Freund von Quick Mick ist. Da bin ich ja wo gelandet.

Freitag: Jesus, die Fahrt in die Arbeit war nicht schlecht. Jedenfalls bin ich dort gut angekommen. Jesus (bitte englisch aussprechen) wird bei den Aussies wie bei uns Oh Gott verwenden. Heute hat es in der Arbeit etwas länger gedauert, da ich noch die Order für die Ersatzteile erstellen musste. Dafür wurde ich aber von Patrick, die rechte Hand des Chefs, zu seiner Geburtstagsfeier eingeladen. Er wurde heute 26. Übrigens hat er als Firmenfahrzeug neben dem Ford, den ich im Moment fahre, auch noch eine MV Agusta F4 1000R. Leider habe ich mich auf dem Weg nach Hause verfahren und kam etwas spät an. Sue, Pauls Frau, war schon weg. Sie sollte mich zu Patrick mitnehmen. Daneben gab es noch eine Neuerung. Ich wurde ins Gästehaus umgezogen. Jedenfalls waren schon alle meine Sachen dort.

Nach einer kurzen Dusche und Umziehen rief ich Sue an und wurde von Patricks Kumpel abgeholt. Das Haus reiht sich gleich hinter Pauls ein, es liegt ja auch gleich um der Ecke. Die schon bekannten Einrichtungen waren ebenfalls vorhanden: Pool, riesiger Küche, großer Grill. Somit gab es als Abendessen wieder Steaks mit Salat und Käse-Chili Brot. Daran könnte ich mich gewöhnen. Es war eine geselliger Runde, insgesamt 8 Personen, drei Kinder und ein Hund. Um 10 PM ging es zurück nach Hause, da die Kinder von Sue und Paul müde waren. Somit hatte ich Zeit diese Zeilen zu schreiben. Paul ist übrigens seit Mittwoch in Sydney. Mal sehen wie es weitergeht.

 

This entry was posted in 2007.

One comment on “Abenteuer Australien…

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